Sortenhonig
Wie entstehen unterschiedliche Honigsorten?
Ob mild, blumig oder kräftig-würzig: Der Charakter eines Honigs hängt davon ab, welche Nektar- und Honigtauquellen die Bienen nutzen. Blütezeit, Standort und das verfügbare Nahrungsangebot spielen dabei eine wichtige Rolle.
Bleiben Bienen einer Blütenart treu?
Honigbienen sind häufig "blütenstet": Eine Sammelbiene besucht bei einem Sammelflug bevorzugt Blüten derselben Pflanzenart. Gibt es beispielsweise ein großes, ergiebiges Rapsangebot, kann daraus Rapshonig entstehen. Ein Bienenstock neben einem Rapsfeld garantiert diese Sorte jedoch noch nicht – die Bienen können auch andere attraktive Nahrungsquellen anfliegen.
Woher kommt Waldhonig?
Waldhonig entsteht überwiegend aus Honigtau. Das sind zuckerhaltige Ausscheidungen von Insekten wie Blatt- und Schildläusen, die Pflanzensaft aufnehmen. Die Bienen sammeln den Honigtau an den Pflanzen und verarbeiten ihn zu Honig.
Waldblütenhonig vereint dagegen Anteile aus Blütennektar und Honigtau.
Wie wird die Honigsorte bestimmt?
Blütezeit und Standort geben erste Hinweise. Für die Bestimmung werden außerdem Geruch, Geschmack und weitere typische Eigenschaften berücksichtigt. Eine Honiganalyse im Labor kann die Herkunft genauer überprüfen, etwa anhand des Pollenbildes und physikalisch-chemischer Merkmale.
Warum unterscheiden sich die Ernten?
Das Nahrungsangebot verändert sich mit Wetter, Standort und Jahreszeit. Deshalb kann Honig von Ernte zu Ernte unterschiedlich ausfallen. Diese natürliche Vielfalt macht seinen besonderen Charakter aus.
